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Henrik Ballwanz testet Google Glass (Fotos von Claudia Gorille, Bernd Elmenthaler)
 
"Glass - take a picture" - und nach dieser Ansage macht die kleine Brille auf Henrik Ballwanz Nase ein Bild von den 33 staunenden PresseClub Mitgliedern. Bei google Deutschland zog PR Manager Stephan Keuchel alle Register, google glänzend darzustellen. Google Glass ist der Markenname eines am Kopf getragenen Miniaturcomputers. Er ist auf dem Brillenrahmen montiert, via Sprachbefehl können Fotos oder Filme gemacht werden oder Informationen aus dem Internet bezogen werden. Während Google Glass für manche IT-Experten einen technischen Meilenstein darstellt, erkennen Datenschützer darin weitreichende Konsequenzen für die Privatsphäre des Nutzers und der Menschen in seiner Umgebung.

Aber unter Datenschutz ging es an diesem Nachmittag nicht, Stephan Keuchel demonstrierte, was google alles kann: übersetzen in Echtzeit, anhand von Fotos Informationen vermitteln, Antworten auf fragen geben in sekundenschnelle.Und natürlich fehlte die Garagenstory der beiden Gründer Larry Page und Sergej Brin nicht, deren Anspruch es war und ist, Informationen der Welt zu organisieren und sie allgemein zugänglich und nutzbar zu machen.

Wesentlich selbstkritischer aber nicht minder selbstbewusst war Jule Lutteroth, stellvertretende Chefredakteurin bei spiegel online. "Wir sind nicht die schnellsten, aber die verlässlichsten", sagt Lutteroth. Spiegel online könne es sich nicht erlauben, Fehler zu machen, das schade dem Image. Die vielen Rechtschreibfehler, die seien sehr ärgerlich, aber inhaltlich sei man bei spiegel online top. "Wer zu uns kommt, sollte mitreden können bei den wichtigen Themen" – diesen Anspruch verfolgen die rund 80 Journalisten im 13. Stock des gläsernden Kubus in Hafenviertel. "Wir sind ganz oben", erzählt die Frau der ersten Stunde, "da haben die Print Kollegen erst einmal geschluckt, schließlich waren sie es gewohnt, immer oben zu sein." Aber nicht die Erfolgsgeschichte von spiegel online hat sie nach oben gebracht - seit 2005 schreibt "spon" schwarze Zahlen, seit vier Jahren steigt der Gewinn - sondern architektonische Gründe. Nur ganz oben gibt es einen Raum, der groß genug für den benötigten newsroom.

Während Freitag Spiegel online, googel, Miniatur Wunderland und lecker essen auf dem Programm stand, hieß es am Samstag an der Elbe chillen, wo Tom Buhrow sein Laufprogramm mit stretching beendet….. "Ich kommen zum PresseClub nach BS, sehr gern, irgendwann, wenn ich Zeit habe… aber im Moment ist irgendwie Land unter", so der neue Intendat des WDR. Wir werden ihn erinnern ...
Beitrag von PresseClubBraunschweig  /  01. Oktober 2013  /  Drucken  /  Fehler melden  /  Erschienen bei presseclub-braunschweig.de / © PresseClubBraunschweig